Aufgestöbert. Fundstück des Tages aus dem Stadtarchiv Schorndorf: Kriegsgeld der Stadt Schorndorf (wohl 1918)

Der vermutlich 1918 von der Stadt Schorndorf herausgegebene 50-Pfennig-Schein ist keine Rarität. Vielmehr wurde während und nach Ende des Ersten Weltkriegs im Deutschen Reich aufgrund der kriegsbedingten Metallknappheit in großem Umfang Notgeld von Kommunen, Banken oder Firmen als Ersatzzahlungsmittel für fehlendes staatliches Münzgeld in Umlauf gebracht. Für einen begrenzten Zeitraum – in vorliegendem Fall bis zum 1. August 1920 – trat dieses Notgeld an die Stelle gesetzlicher Zahlungsmittel. Nicht zuletzt aufgrund ihrer oftmals ansprechenden und sich durch Lokalkolorit auszeichnenden Gestaltung gibt es eine blühende Sammlerszene für Notgeld. Der in den Schorndorfer Farben gestaltete 50-Pfennig-Schein zeigt auf der Vorderseite die Weiber von Schorndorf, auf der Rückseite Marktplatz mit Rathaus und Marktbrunnen sowie den Vermerk, dass der Schein von allen städtischen Kassen eingelöst werde.

Hinweis: Erstveröffentlichung in „Schorndorf aktuell“ vom 19. April 2018

Kriegsgeld der Stadt Schorndorf, Vorderseite, ca. 1918.
Kriegsgeld der Stadt Schorndorf, Rückseite, ca. 1918.

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haraldwinkel (13. Juli 2020). Aufgestöbert. Fundstück des Tages aus dem Stadtarchiv Schorndorf: Kriegsgeld der Stadt Schorndorf (wohl 1918). OSTALBum. Abgerufen am 11. September 2026 von https://doi.org/10.58079/sl4c


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