Ein Stolperstein für Otto Gatter (1902-1940) aus Schwäbisch Gmünd

Sterbevermerk zu Otto Gatter; Geburtenregister Schwäbisch Gmünd 1902.

Otto Gatter, der jüngste Sohn des Gmünder Gießereifabrikanten Ferdinand Gatter, wohnte in der Mutlanger Straße 28 bei seinem Vater bis zu dessen Tod im Jahr 1930. Ab 1931 lebte er in Mariaberg, einem ehemaligen Kloster bei Gammertingen, wo 1846 eine Heil- und Pflegeanstalt für geistig Behinderte eingerichtet worden war. Nach Beginn der „Aktion T4“, den “Euthanasie”-Morden der Nazis, wurde der Großteil der Pfleglinge aus Mariaberg in zwei Transporten am 1. Oktober und 13. Dezember 1940 nach Grafeneck transportiert und dort ermordet. Otto Gatter starb vier Tage nach seiner „Verlegung“ am 17. Dezember 1940.

Das Wohn- und Geschäftshaus des Firmengründers Ferdinand Gatter am Rande des Gatter-Areals. Bild: Niklas Konzen

Unter Koordination des Stadtarchivs wurde nun auf Initiative von Saleena Bjelic, Schülerin der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule, die sich in einer Seminararbeit mit dem Schicksal von Otto Gatter beschäftigt hat, am 26. Mai 2025 durch Gunter Demnig ein Stolperstein vor dem Haus Mutlanger Str. 28 verlegt. In Schwäbisch Gmünd ist es der erste Stein für ein Opfer der “Aktion T4”.

Der Stein trägt die Gravur: “Hier wohnte / Otto Gatter / Jg. 1902 / Eingewiesen 1931 / Heilanstalt Mariaberg / Ermordet 17.12.1940 / Grafeneck / Aktion T4”. Bild: Niklas Konzen


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niklaskonzen (27. Mai 2025). Ein Stolperstein für Otto Gatter (1902-1940) aus Schwäbisch Gmünd. OSTALBum. Abgerufen am 12. September 2026 von https://doi.org/10.58079/140r6


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