Archiv für den Monat: März 2026

Das Gmünder Einhorn auf ARTE

Die neue ARTE-Dokumentation „Das Einhorn. Kulturgeschichte einer Sehnsucht“ von Mathias Frick thematisiert das Einhorn als zeitloses Objekt menschlicher Faszination sowie als Symbolträger für so gegensätzliche Konzepte wie „Heilung, Zerstörung, Unschuld, Queerness“. Anlass der Produktion war die Ausstellung „Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst“, die vom 25. Oktober 2025 bis 1. Februar 2026 im Barberini-Museum in Potsdam gezeigt wurde; bis 12. Juli 2026 ist sie noch unter dem Titel “Licornes !” im Pariser Musée de Cluny zu sehen.

Der Film sucht jedoch auch jenseits musealer Vitrinen und Ausstellungsräume die Begegnung mit Einhörnern in Alltag und Gegenwart. Thematisch einbezogen wurde dabei auch das Einhorn als Symboltier von Schwäbisch Gmünd, das zwei Wochen vor Eröffnung der Potsdamer Ausstellung den 750. Jahrestag seines Erstbelegs feiern konnte (Niklas Konzen: „Das Einhorn von Schwäbisch Gmünd: 750 Jahres eines Stadtsymbols“, hier). Der Film wird am 19. April 2026 um 16.45 Uhr auf ARTE ausgestrahlt, kann aber schon ab 20. März über die ARTE-Mediathek gestreamt werden (hier [dt.] bzw. hier [frz.]). Schwäbisch Gmünd wird zwischen Filmminute 11:22 und 14:29 thematisiert.

Filmpremiere im Barberini-Museum am 25. Januar 2026.

Ausstellung “Zeitsplitter – fotografische Erinnerungen auf Glas” noch bis zum 25. Oktober 2026

“Was 1984 als unscheinbarer Zufallsfund auf einem Stuttgarter Flohmarkt begann, entwickelte sich im Rahmen eines zweisemestrigen Lehrforschungsprojekts an der
Universität Tübingen zu einer spannenden historischen Spurensuche der Provenienzforschung. Unter dem Titel „Zeitsplitter – fotografische Erinnerungen auf Glas“ präsentieren Studierende des Bachelorstudiengangs Medienwissenschaft seit dem 6. Februar 2026 einen vergessenen Schatz. […] Ausgangspunkt des Projekts war eine alte Kiste mit 171 Glasplatten-Negativen, deren Herkunft zunächst im Dunkeln lag – keine Namen, kaum Daten, nur die stummen Bildzeugen einer vergangenen Zeit. Die Aufnahmen, mutmaßlich zwischen 1900 und 1910 entstanden, führen uns in eine Welt, die es so nicht mehr gibt: Landschaften ohne Industrie, frühe touristische Blicke und Alltagsleben vor 125 Jahren.”
[Aus dem Ankündigungstext, übernommen mit freundlicher Genehmigung]

Die Ausstellung läuft noch bis zum 25. Oktober 2026 in der Brechtbaugalerie, Tübingen. Öffnungszeiten und weitere Informationen unter https//zeitsplitter-ausstellung.mewi-projekte.de

Das Brauhaus auf dem Ellwanger Schloss, ca. 1900

Einen kleinen, aber spannenden Part spielten bei diesem Projekt auch die Stadtarchive Ellwangen und Crailsheim, nachdem sich herausgestellt hatte, dass eine größere Anzahl Aufnahmen aus dieser Gegend stammte. Bei der Identifizierung von Gebäuden und Landschaften konnten etliche sachdienliche Hinweise gegeben werden. Die Fotogafien sind von bemerkenswerter Qualität und historisch interessant, denn sie zeigen nicht nur ungewöhnliche Alltagsaufnahmen, sondern auch Stadtansichten aus einer Zeit, die im Falle Ellwangens leider schon als arm an Bildquellen bezeichnet werden muss. Das Stadtarchiv Ellwangen freut sich besonders über die Zusage, die Glasnegativ-Sammlung nach Abschluss des Projekts in seinen Bestand übernehmen zu dürfen.